Gottesdienste der Johannischen Kirche im Waldfrieden

Altarbereich in der Gotteshalle
Altarbereich in der Gotteshalle

Die Gottesdienste der Urgemeinde Friedensstadt der Johannischen Kirche finden generell jeden Sonntag um 11 Uhr im Kirchenzentrum Waldfrieden in 14959 Trebbin statt. Kindergottesdienste finden sonntags, alle zwei Wochen um 11 Uhr im Schulgebäude der Friedensstadt Weißenberg statt.

Wir heißen alle Gäste zu unseren Gottesdiensten herzlich willkommen!

Gottesdienste in der Johannischen Kirche

    "Eine Andacht soll frei machen." (Frieda Müller)

In allen Gemeinden der Kirche finden regelmäßige Gottesdienste statt, deren Ablauf sich folgendermaßen gestaltet:

  • Eröffnung
  • Gemeinsames Vaterunser
  • Gesang
  • Lesung und Predigt
  • Gesang
  • Schlussgebet
  • Segen

Im Mittelpunkt der Gottesdienste steht die Predigt, die von berufenen Laienpredigern frei gehalten wird. Wir glauben, dass Gottes Geist hier durch die Inspiration der Prediger wirkt, so dass die Gedanken ausgesprochen werden, die den Anwesenden Kraft, Trost und Ausrichtung schenken können.

Neben den Inspirationspredigten sind auch Geistfreundreden unter Leitung des Oberhaupts in der Johannischen Kirche ein wichtiger Teil der Verkündigung. Diese urchristliche Form der Predigt wurde der Kirche von Joseph Weißenberg wieder geschenkt, der sich auf die Aussage Jesu Christi: "In meinem Namen werden sie… mit neuen Zungen reden" (Markus 16, 17) und auf das Pfingstgeschehen (Apostelgeschichte 2) berief. Er gab uns auch eine deutliche Unterscheidung: "Spiritismus ist Gott ein Gräuel. Hypnose ist Gott ein Gräuel; jedoch Spiritualismus aufgrund der Heiligen Schrift wird die Menschen im Geiste Gott nähern. Spiritismus ist schwarzer, finsterer Strom; Spiritualismus ist weißer, lichter Strom."

Das Schlussgebet in den Gottesdiensten wird oft für Fürbitten, unter anderem für Kranke und Heimgerufene, genutzt. Seit Gründung der Kirche hat in johannischen Gottesdiensten die Bitte um den Frieden in der Welt ihren Platz.

"Durch gemeinsames Beten werden Wunder erreicht und große Kräfte herbeigezogen, die nicht von dieser Erde sind." (Johannische Glaubenslehre)

Wenn sich in einer Gemeinde musikalische Menschen finden, werden die Gottesdienste durch Instrumentalmusik und Chorgesang gestaltet und bereichert.

Für Kinder werden nach Möglichkeit eigene Gottesdienste durchgeführt, in denen sich Prediger/innen und Religionslehrer/innen um eine kindgerechte Vermittlung des Wortes Gottes bemühen.

Zu unseren Gottesdiensten sind alle Menschen willkommen. Wir bitten unsere Gäste herzlich, etwa zehn Minuten vor Beginn eines Gottesdienstes zu kommen, damit alle Besucher vor Beginn des Gottesdienstes eine stille Andacht halten können.

Kirchenzentrum Waldfrieden

Das Waldfriedengelände beherbergt mit seiner markanten Doppelbogen-Festhalle (ca. 1200 qm) das größte Gotteshaus der Johannischen Kirche.

Der Altar an der Stirnseite ist ein kunstvolles Werk, das "alt" und "neu" phantasievoll verbindet und symbolischen Deutungen durch den Betrachter breiten Raum lässt. In dem dreifach gestaffelten Unterbau kann der Betrachter ein großes "W" - für den Namen Weißenberg - erkennen oder die umgekehrte Dachform des Gebäudes - als verbindende Brücke - oder eine Wasserwoge, die das "Schiff Kirche" trägt oder die Schale eines Kelches. Auf dem Altar befindet sich ein schlichtes Messingkreuz - davor die Luther-Bibel - und zwei Messingleuchter, dahinter, gleichsam aus dem Altar aufsteigend und parabelhaft in die Unendlichkeit weisend - eine weiße schmale Rückfront mit der Aufschrift: "GOTT IST LIEBE" Dieses Wort stammt aus dem 1. Johannes-Brief, Kapitel 4,16: "Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm." Rechts und links davon ist das vertraute griechische Alpha und Omega zu sehen. Es verweist auf die Offenbarung St. Johannes (Kapitel 1,8): "Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der kommt, der Allmächtige."

Links vom Altar steht ein 4,9 Meter hohes Kruzifix aus Eichenholz, es trägt den lebensgroßen Christuskorpus - eine Nachbildung des italienischen Bildhauers Donatello (1386 - 1466). Es wurde im Jahre 1948 aufgestellt. Das früher dort befindliche Kruzifix wurde 1935 von der Gestapo abgesägt und zerhackt. Das Gotteshaus wurde danach von der SS als Lagerhalle und Reparaturwerkstatt für Militärfahrzeuge missbraucht.

Rechts vom Altar befindet sich eine Bronzebüste von Joseph Weißenberg. Sie wurde von dem Berliner Bildhauer Hans-Joachim Roszinski (1935-1969) geschaffen. Von diesem Künstler stammen auch die beiden Altarfenster. Auf der linken Seite ist das Kreuz Christi zu erkennen, umringt von den Gewalten des Todes und der Finsternis, die sich wie spitze scharfe Keile gegen das Kreuz richten. Doch das Licht der Erlösung schützt das Kreuz, die Parabel als Sinnbild der Öffnung zur Unendlichkeit umgibt - tröstend und verheißend - die Kreuzes-Szene.

Auf der rechten Seite sind Taube und Krone als Sinnbild des Wirkens des Heiligen Geistes in der Kirche zu erkennen. Die Dreieinigkeit Gottes wird durch das immer wiederkehrende Sphärische Dreieck dargestellt, zugleich wird auch hier parabelhaft die Hinwendung zur Unendlichkeit deutlich.

Im hinteren Bereich der Kirchenhalle steht die Jehmlich-Orgel. Sie hat zwei Manuale, 32 Register und 2.130 Pfeifen. Das kostbare Instrument wurde als "Opus 1001" von den Dresdner Orgelbauern im Jahre 1980 hergestellt. Seit Jahren zieht diese Orgel und ihr Klangreichtum namhafte Künstler und viele Besucher zu den Konzerten des Blankenseer Musiksommers.