Zur Ehre unseres Heilands Jesus Christus wurde im aktuellen Jubiläumsjahr 2026 der Johannischen Kirche wieder das johannische Passionsspiel aufgeführt.
Jesus von Nazareth bewegt die Menschen damals wie heute. Wer war er? Ein jüdischer Wanderprediger, ein Prophet oder mehr? Von ihm handelt das Passionsspiel der Johannischen Kirche: Ich rufe seinen Namen.
Die Protagonisten der aktuellen Aufführungen treten ohne die historischen Kostüme auf, auch um Schuldzuweisungen durch traditionelle Kleidung zu vermeiden und das Geschehen der Passionszeit ein wenig in die heutige Zeit zu bringen, den modernen Menschen anzusprechen. Dazu hat eine neue Figur, historisch nicht belegt, einen Platz bekommen: „Der Schatten“. Er begleitet die Ältesten seiner Zeit.
Das Bühnenbild hat mit den Darstellerinnen und Darstellern seinen Sprung in die Gegenwart geschafft. Es soll verdeutlichen, dass die Werte von damals heute mehr denn je Bedeutung haben. Die Geschichte aber um unseren Herrn Jesus Christus, bleibt die gleiche. Dargestellt werden die Ereignisse der Tage nach Palmsonntag bis zur Auferstehung Christi, ohne Jesus, der seit 2000 Jahren unseren Kulturkreis bestimmt, als Person zu zeigen. Die ganze Aufführung wirkt sehr renoviert, da sie ohne den großen Kostümaufwand der Vergangenheit auskommt. Der Kern des Anliegens wird aber in keinem Moment vernachlässigt.
Eindrucksvoll und tief berührend wie immer ist der gewaltige Chor mit rund 140 Mitwirkenden unter der bewährten Leitung von Jens Lehmann.
