Urgemeinde Friedensstadt

Die Siedlung Friedensstadt Weißenberg mit dem Waldfriedengelände ist die Heimat der 1925 gegründeten Urgemeinde Friedensstadt. Ein großer Teil der Gemeindeglieder, mittlerweile über 500 Personen, haben hier ihren Lebensmittelpunkt gewählt. Sie wohnen in Blankensee und Glau, die inzwischen als Ortsteile zur Stadt Trebbin gehören.

Seit Rückgabe der Friedensstadt im Jahre 1994 wird die Siedlung wieder aufgebaut, mittlerweile verfügt sie über ein umfangreiches Angebot an Aktivitäten, das natürlich allen offen steht. Diese werden ehrenamtlich durchgeführt, und die Verantwortlichen sind überwiegend Mitglieder der Urgemeinde, die seit der Wende und Rückgabe der Siedlung einen starken Zustrom aus anderen Teilen Deutschlands erlebt.

Das Gemeindeleben ist nicht nur ein religiöses, sondern ein alltägliches geworden, sieht man sich doch nicht nur sonntags zum Gottesdienst, sondern auf der Straße, an der Bushaltestelle, im Hausflur oder beim Einkauf.

Gottesdienst und andere Angebote

Etwa einen Kilometer von der Friedensstadt entfernt befindet sich das Waldfriedengelände in Blankensee mit seinem Gotteshaus. Die Kirche der Friedensstadt lädt jeden Sonntag um 11 Uhr Mitglieder und Besucher zum Gottesdienst ein. Seit über zehn Jahren findet dort in der warmen Jahreszeit der Blankenseer Musiksommer statt. Namhafte Künstler laden dort zu Orgelkonzerten, Orchesteraufführungen oder Kammermusiken ein. Am zweiten Advent strömen Zehntausende Besucher in den Waldfrieden, wenn unter der Schirmherrschaft des Johannischen Sozialwerks der Weihnachtsmarkt stattfindet. Mit seinem reichhaltigen kulturellen Angebot und seiner sozialen Ausrichtung ist er einzigartig in der Region.

In der Urgemeinde Friedensstadt gibt es viele weitere Veranstaltungen: Hier geht es zu einer Übersicht.

Regelmäßiges Friedensgebet in der Friedensstadt

„Wir können keine Welt ändern, es sei denn, dass ein jeder in sich selbst zur Erkenntnis der Wahrheit kommt und sich bessert.“
Joseph Weißenberg

Auf der Grundlage dieses Wortes verstehen johannische Christen Arbeit für den Frieden zu einem großen Teil als Arbeit des Menschen an sich selbst und als Mitarbeit an einer tragfähigen Gemeinschaft nach dem Wort der Bibel: „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ Auch das Gebet ist eine wichtige Kraft um Frieden zu gewinnen und zu erhalten; Gebete für den Frieden in der Welt gibt es in der Johannischen Kirche seit Beginn ihres Bestehens.

Das Friedensgebet in der Friedensstadt findet jede Woche Freitag um 16 Uhr an der Gedenkstätte des Kirchen- und Siedlungsgründers Joseph Weißenberg im Lindenhof statt.

Alle sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen und auf ihre Art für den Frieden in den Menschen und auf aller Welt zu beten.

Anmerkung:
Johannische Christen beten das Vaterunser mit der Endung „In Christo Jesu, Amen“. Damit berufen sie sich auf Jesus Christus, der gesagt hat: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werden in meinem Namen, so wird er’s euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei. Solches habe ich zu euch durch Sprichwörter geredet. Es kommt aber die Zeit, dass ich nicht mehr durch Sprichwörter mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. An dem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen.“
Johannes 16,23–26

100 Jahre Urgemeinde

Am Sonntag, dem 11. Mai 2025, konnte die Urgemeinde Friedensstadt ein besonderes Jubiläum feiern: 100 Jahre zuvor wurde sie von Joseph Weißenberg gegründet. Dieser freudige Anlass wurde auch besonders gefeiert, nämlich mit einem zweitägigen Programm am ganzen Wochenende.

Los ging es am Samstag, dem 10. Mai, mit einem Vortrag. Volker Hildebrandt und Elke Werner referierten über das Thema: „100 Jahre Urgemeinde Friedensstadt – Auf dem Weg vom Ich zum Wir“.

Am Abend waren dann alle zu einem gemütlichen Beisammensein auf das Waldfriedengelände eingeladen. Nach einer Fotoshow auf Großleinwand in der Kirche konnte man bei gutem Wetter gemütlich im Freien zusammensitzen und in Erinnerungen schwelgen. Es gab aber auch die Möglichkeit, sich an zehn Aktionsständen zu beschäftigen, die jeweils ein Jahrzehnt im Fokus hatten. Neben Speis und Trank gab es später auch Gelegenheit zum Tanzen.

Am Sonntag begann der Jubiläums-Gemeindetag mit einem Gottesdienst mit Geistfreundrede. Anschließend konnten alle in fröhlicher und gemütlicher Atmosphäre brunchen. Auch am Sonntag wurde ein – diesmal längerer – Foto-Rückblick auf 100 Jahre Urgemeinde gezeigt. (rg)